ELLENBERGER – unabhängig

Ein Blog des unabhängigen Kandidaten ELLENBERGER

Gaspipeline: Das Florians-Prinzip ist kein guter Berater.

 

Wir werden uns von der Kernenergie verabschieden und das ist gut so, wie uns nicht zuletzt Fukushima vor Augen geführt hat. Wir werden uns aus der Steinkohleförderung in NRW auch verabschieden müssen, weil sie nicht mehr finanzierbar ist. Unser Voerder Steinkohlekraftwerk wurde stillgelegt. Der Braunkohleabbau steht in der Kritik der Anwohner. Der Elektro-betriebene Transrapid kann in Deutschland nicht realisiert werden, weil sich die Anwohner einer möglichen Trasse massiv beschweren würden. Wir wollen uns aber auch nicht von den Erdgaslieferungen aus Russland abhängig machen. Dazu brauchen wir Erdgaslieferungen aus Holland und von der Nordsee. Wir wollen umweltfreundliche Energie nutzen, aber diese muss im Land verteilt werden. Die angestrebte Elekto-Mobilität ist nur so möglich. Wir brauchen dringend moderne Energietrassen in ganz Deutschland.
Wehe aber wenn eine Energietrasse durch die eigene Gemeinde geführt werden soll. Sofort bringen sich die Anhänger des Florians-Prinzips („Heiliger Sankt Florian, verschon´ mein Haus, zünd´ andre an“) in Stellung: Menschen, die Jahrzehntelang in unmittelbarer Nachbarschaft der BP-Raffinierie angstfrei gelebt haben und die nie zuvor je ein Wort der Kritik zu einer Pipeline geäußert haben, treten jetzt plötzlich auf den Plan, weil ihnen von einer Initiative glaubhaft gemacht wird, sie befänden sich in einer unmittelbaren und realistischen Katastrophengefahr.  Mit der polemischen Formulierung „Todes-Trasse“ werden Ängste ganz bewusst geschürt. So wird eine sachliche Diskussion von vorne herein unmöglich gemacht.

Populistische Politiker sind in meinen Augen Politiker, die sich eine tatsächliche oder vermeintliche Mehrheitsmeinung zu eigen machen, allein um gewählt zu werden. Ich vertraue darauf, dass es in Voerde ausreichend viele Politiker gibt, die sich nicht vor den Karren von Panikmachern spannen lassen.

Ich mache mir große Sorgen um die Zukunft unseres Landes, wenn sich notwendige Innovationen, die dem Allgemeinwohl dienen, nicht mehr durchsetzen lassen, weil sie allerorts an lokalen Egoismen und an den Vertretern des Florians-Prinzips scheitern.

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Dieser Eintrag wurde am 20. Oktober 2017 von veröffentlicht.
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